Ich hatte als Kind diese Wimmelbilder. Stundenlang konnte ich darin verschwinden, Details suchen, Geschichten zwischen den gezeichneten Figuren erfinden. Vielleicht hätte ich KI-Kompositionen lieben müssen. Tue ich aber nicht.
Wenn ich heute mit der Kamera zu einem Shooting fahre, dann will ich das sehen, was ich später dann auch zeige. Diese Authentizität ist mir wichtig, selbst wenn ich eine Illusion „verkaufe“. Klingt paradox? Ist es vielleicht auch. Aber es ist meine Arbeitsweise.
Die KI ist inzwischen verdammt gut darin Dinge zu generieren und in Bilder einzufügen. Ein Auto hier, eine Person dort, vielleicht noch einen dramatischen Wolkenhimmel. Nur, wozu? Um zu spielen? Als Gag? Nicht mein Stil. Ich bin (Hobby-) Fotograf und kein Content Creator.
Stattdessen nutze ich KI als das, was sie für mich ist: ein weiteres Werkzeug im Werkzeugkasten. Wenn ich alt-Tags für meine Bilder benötige, wenn Texte optimiert werden müssen, wenn ich ein Skript für meine Webseite benötige oder Informationen aus dem Internet gesucht werden müssen, dann nutze ich KI. Die KI hilft mir dabei, schneller zu arbeiten, effizienter zu schreiben oder etwas suche … Sie optimiert meinen Workflow.
Das bedeutet ich verbringe weniger Zeit vor dem Bildschirm mit langweiligen Aufgaben und mehr Zeit mit der Kamera. Mehr Zeit für das, was ich liebe. Für die Geschichten, die ich erzählen will. Für die Momente, die ich einfangen möchte.
Was ich nicht tue? Körper neu generieren. Habe ich noch nie gemacht. Werde ich nicht machen. Die Grenze ist klar. KI-generierte Fotos wird es hier im Blog oder auf den Rest der Seite nicht geben.
Manche mögen das als Selbstbeschränkung sehen. Ich sehe es als Klarheit. Als Positionierung. Meine künstlerische Vision hat sich durch KI-Funktionen nicht verändert. Ich selbst möchte Bildgeschichten erzählen. Und möchte Dich mit meinen Fotos zum Träumen einladen. Bilder für Dein Kopfkino erstellen.
„Dafür brauche ich keine KI. Das kriege ich alleine hin.“
Die Technologie entwickelt sich rasend schnell. Jeden Tag neue Möglichkeiten, neue Versprechen, neue Tools. Ich könnte mitschwimmen, könnte meine Arbeitsweise radikal verändern, könnte das tun, was viele machen. Oder ich bleibe bei dem, was mir wichtig ist: Fotografien, die ich selbst gesehen habe. Momente, die real waren. Bilder, die eine Geschichte erzählen, weil sie eine hatten.
„KI ist mein Werkzeug, nicht mein Zauberstab. Sie beschleunigt meine Arbeit, aber sie definiert sie nicht. Das ist meine Philosophie. Transparent, klar, kompromisslos.“
Und ehrlich gesagt: Ich fühle mich damit ziemlich gut.

